Westliche Kräuter in der TCM für TiereTeil I: Erkrankungen der Atemwege und der Haut
Unsere Pferde ernähren sich von Pflanzen und haben sich ihre sensiblen Sinne erhalten in bestimmten Situationen spezielle Pflanzen zu bevorzugen. Auch unsere Hunde und Katzen haben dieses intuitive Wissen. Dieses natürliche Verhalten kann aber nicht von allem Tieren ausgelebt werden, sei durch Eingrenzung in einen bestimmten Lebensraum oder durch mangelnde Artenvielfalt auf den Weiden.
Therapeutisch können wir uns das zunutze machen. Die Therapie mit Kräutern ist neben der Akupunktur ein wesentliches Standbein der TCM.
Einsatz von westlichen Kräutern in der TCM
Eine zusätzliche Verwendung von Kräutern ergänzend zur Akupunktur erzielt respektable Ergebnisse. Dabei werden die Kräuter nicht nach den bekannten westlichen Indikationen eingesetzt, sondern die energetischen Faktoren der einzelnen Pflanzen werden berücksichtigt.
Einteilung aus Sicht der TCM
Eine Zuordnung der Kräuter erfolgt nach folgenden Aspekten:
- Geschmack
- Temperatur
- Wirkrichtung
- Bezug zu den Funktionskreisen
Die Vorteile der Gabe von westlichen Kräutern
Die Verabreichung von Kräutern in Kombination mit einer Akupunkturbehandlung verstärkt das Ergebnis. Der Tierbesitzer hat die Möglichkeit die Behandlung positiv zu unterstützen, so können die Behandlungsintervalle vergrößert werden. Die Kräuterrezepturen werden individuell erstellt.
Unsere Tiere haben einen stärkeren energetischen Bezug zu westlichen Kräutern als zu traditionellen chinesischen Kräutern.
Zustände von Leere können mit Kräutern aufgefüllt werden.
Zielgruppe:
Tierheilpraktiker, Tierärzte, Tiertherapeuten
Lernziel:
Sie lernen westliche Kräuter selbständig in der Praxis einzusetzen.
Sie lernen
die energetischen Qualitäten und Wirkungen der Kräuter
die Kräuter nach den chinesischen Arzneimittelgruppen unterscheiden
die Behandlungsstrategien der chinesischen Arzneimitteltherapie
das erstellen von Rezepturen und bilden von Kräuterpaaren
die Wirkung und den Einsatz von 30 Kräutern und ihren Kombinationen
die Kräutertherapie nach wichtigen Syndromen und häufigen Indikationen
die richtige Dosierung und Verabreichung für einzelne Tierarten
Kontraindikationen
spezielle Toxikologie für die einzelnen Tierarten
rechtliche Voraussetzungen (u.a. Einsatz der Kräuter bei „Lebensmitteltieren“)
Anwendungen am Beispiel von Erkrankungen der Atemwege und der Haut
Das Probieren von Tinkturen und Zubereiten von Kräutertees ist wichtiger Bestandteil des Unterrichts. Außerdem erhalten Sie umfangreiche Lernunterlagen.
Voraussetzung:
Grundkenntnisse der Chinesischen Medizin: Energetik, Syndrome, Puls- und Zungendiagnose.